SCHNEECHAOS: Nur kurze Atempause für Menschen in den Alpen

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2 months ago

Auf eine kleine Verschnaufpause im Winterchaos folgt die nächste Unwetterlage in Bayern. In der Nacht zum Sonntag komme eine sehr komplexe Wetterlage auf den Freistaat zu, sagte der Leiter der Regionalen Wetterberatung München des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Guido Wolz, am Freitag. Große Tiefausläufer bringen der Prognose zufolge kräftigen Schneefall in den Alpenraum und den Bayerischen Wald. Im Tagesverlauf könne die Schneefallgrenze auf 1200 Meter steigen, darunter wird es also regnen.

Am Freitag entspannte sich die Lage vielerorts zunächst leicht. Nach Einschätzung von Experten sank die Lawinengefahr in weiten Teilen der bayerischen Alpen. Für Freitag stufte der Lawinenwarndienst Bayern in München die Gefahr nur noch für die Berchtesgadener Alpen als groß (Stufe 4) ein, das ist die zweithöchste von fünf Gefahrenstufen. Für den übrigen Alpenraum gelte erhebliche Gefahr, also Warnstufe 3.

Auch in weiten Teilen Österreichs ging die Lawinengefahr leicht zurück. In den am stärksten vom enormen Schneefall der vergangenen Tage betroffenen Gebieten galt am Freitag zumeist die zweithöchste Warnstufe 4, wie die Warndienste mitteilten. Am Donnerstag war vielerorts noch die höchste Lawinenwarnstufe 5 in Kraft gewesen.

Im freien Gelände bleibt es aber dennoch äußerst gefährlich, wie unter anderem das Land Salzburg deutlich machte. «Der Schneedeckenaufbau ist extrem labil, und Lawinen können ganz leicht ausgelöst werden», sagte Michael Butschek vom Lawinenwarndienst Salzburg laut Mitteilung. «Wir raten dringend von Fahrten im freien Gelände ab.»

Trotz der leichten Entspannung mit Blick auf das winterliche Wetter wurden an den Flughäfen München und Frankfurt jeweils rund hundert Flüge für Freitag gestrichen. Weil es stärker schneien und glatt werden sollte, sei in Frankfurt etwa jede zehnte Flugverbindung annulliert worden, sagte ein Sprecher am Freitagmorgen. Insgesamt seien rund 120 Flüge betroffen.


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